Das vergange Projekt

Zusammenfassung:

Den Auftakt der Projektreihe bildete das Kooperationsprojekt „Zwischen Himmel und Erde“.
Initiatoren waren der Integrationsbeauftragte des Bezirks Reinickendorf (Oliver Rabitsch), der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Reinickendorf (Thomas Maier), sowie die Geschäftsführerin der Ev. Apostel Petrus Gemeinde (Ute Strelow).

Im Märkischen Viertel, auf dem Gelände der Apostel Petrus Gemeinde, die Sitz des FACE Familienzentrums ist, wurde in nur drei Wochen Bauzeit ein Niedrig- und Hochseilgarten der Berliner Seilfabrik unter fachlicher Anleitung verschiedener Sponsorenfirmen durch Geflüchtete gebaut. Der Klettergarten wird über das FACE Familienzentrum begleitet und steht allen interessierten Kindern, Jugendlichen und den entsprechenden Gruppen zur Verfügung. Die Grundüberlegung war, dass viele geflüchtete Menschen den Wunsch haben, den Menschen in Deutschland für die freundliche und offene Aufnahme etwas zurückzu-geben. Sie wollen „Danke“ sagen und dies ausdrücken. Dazu fehlt normalerweise jede Grundlage. Das Projekt eröffnete genauso eine Möglichkeit.

Zwischen Himmel und Erde erfuhr rege Anteilnahme und mediale Aufmerksamkeit, was ein wichtiges Ziel der Aktion war: Aufstehen gegen Polemik, den Fokus auf engagierte, hilfsbereite Geflüchtete lenken, einseitiger medialer Berichterstattung etwas Positives entgegensetzen.
Über diverse Pressemitteilungen ist es gelungen, die Presse für das Projekt zu interessieren und vielfältige, ermutigende und aufklärende Zeitungsartikel wie auch Fernsehberichte, wie auch Internetauftritte konnten realisiert werden.
Was ein Ziel des Projektes war, Menschen mit Fluchthintergrund mit Berliner Unternehmen in Kontakt zu bringen und Praktikumsplätze zu organisieren, gelang teilweise.

Sponsoren

Es stellte sich heraus, dass neben bürokratischen Hürden und den sich daraus ergebenden Unvereinbarkeiten, auch die persönliche Situation der Geflüchteten das Zusammenbringen beider Interessensparteien behindert. Auch der schleppende Spracherwerb mit geringen bis gar keinen praktischen Übungsfeldern für Spracheinsatz stellte ein großes Hindernis dar.
Immerhin konnten drei von 16 Männern in Firmen vermittelt werden mit Aussicht auf eine Anstellung nach der Praktikumszeit.
Im Familienzentrum der Apostel Petrus Gemeinde wird ab kommenden Jahr ein Sprach-Café für Frauen mit Fluchthintergrund, sowie ein wöchentliches Begegnungstreffen mit gemeinsamer Kochaktion stattfinden. Angebote, die Integrationsfläche sind und Spracherwerb unterstützen.
Das Projekt: Zwischen Himmel und Erde kann als äußerst erfolgreich bezeichnet werden. Partner aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Gesellschaft haben gemeinsam wichtige Verknüpfungen und Impulse gesetzt. Ein sich gegenseitig unterstützendes Netzwerk ist entstanden, was geholfen hat die Integration von Geflüchteten voranzutreiben, gegen den Mainstream des negativen Fokus auf Geflüchtete anzutreten und Hoffnung zu säen, wo Angst und das Gefühl des Bedrohtseins im Moment dominieren.